Auf der Hauptstrasse vor meiner Haustür wurde Huutsch (der Hund eines
Freundes) angefahren. Mein Kollege wurde bei dem Versuch, seinem Hund das
Leben zu retten, ebenfalls verletzt und war dadurch leider nicht mehr in
der Lage, seinem Tier selbst helfen zu können.
Während Heiko innerhalb von 2 Minuten auf der Bahre eines Rettungswagens
gelegen hat, habe ich etwa 20 Minuten lang versucht, Hilfe für das
verletzte Tier zu bekommen.
Sprüche von den Polizeibeamten wie, wer bezahlt denn das,....... der Köter
verreckt eh, was soll also der Aufwand, ..........einer mehr oder weniger
ist doch egal......, oder auch ....wir haben schon den Kadaverwagen
gerufen, der fährt das tote Vieh dann in die Seife......., haben mich fast
durchdrehen lassen. Man drohte mir: wenn ich nicht gleich ruhig bin, würde
man mich mit zur Wache nehmen und dann würde ich die Polizeibeamten mal
von einer anderen Seite kennenlernen.
Niemand konnte oder wollte helfen, deshalb starb Huutsch nach etwa 20
Minuten qualvoll auf der Straße, ohne dass auch nur Hilfe für ihn gerufen
worden wäre. Durch dieses schlimme Schlüsselerlebnis habe ich erst den
Nutzen eines solchen Tiernotrufs erkannt. Mein Tierarzt war nicht zu
erreichen, der örtliche Tierschutzverein hat Sprechzeiten von 9:00
Uhr-11:00 Uhr und 15:00 Uhr-17:00 Uhr, und die Polizei sowie die Feuerwehr
hatten überhaupt kein Interesse daran, dem Tier zu helfen.
Wie kann man denn überhaupt
helfen ??
Zu Beginn meiner Aktion dachte ich, das kann wieder mal nur mir passieren.
Inzwischen weiss ich, dass ich ganz sicher kein Einzelfall bin und so ein
Notruf für alle Tiere sehr wichtig ist.
Nachdem ich am nächsten Tag wieder etwas Ruhe gefunden hatte, habe ich die
für solche Fälle eingerichteten Nummer angerufen und erfahren müssen, dass
"SELBSTVERSTÄNDLICH" eine Notfallnummer in jeder Dienststelle aushängt und
die Beamten "nur" den sogenannten " Struppiwagen" hätten rufen müssen.
Wenn das aber von dieser Seite aus gar nicht gewollt ist, hat das
verletzte Tier überhaupt keine Chance. Die mit Abstand wichtigste Aussage
aber machte Herr Dr. Fickel (Präs. Tierärztekammer Heide), indem er mir
sagte, dass für so einen Notruf gar kein Interesse besteht.
Das sehe ich jedoch ganz anders und deshalb bemühe ich mich jetzt, den
Nachweis für die Notwendigkeit eines Tiernotrufs zu erbringen und Hilfe
fuer solche Situationen bereits anzuschieben (Datenbank für Tierretter,
Kooperationen usw.) und in Bewegung zu setzen.
Allerdings ist das als "kleiner Mann" nicht gerade einfach !! Ich bin kein
Verein und habe auch keine Verbindungen in die Etagen, die für solche
Angelegenheiten zuständig wären. Deshalb muss es die Masse an Menschen
sein, damit meine Idee überhaupt wahrgenommen wird !!
Sollten sich dadurch Kontakte zu Funk und Fernsehen, Tageszeitungen,
Verbandszeitschriften, Tierschutzorganisationen (die diesen Namen auch
verdienen) ergeben, bringt mich das erheblich weiter. Bis es allerdings
soweit ist, werde ich weiterhin Menschen anschreiben, um so viele
Unterstützung wie möglich zu erhalten.
Sorry Huutsch, dass ich erst durch Deinen Tod dazu gekommen bin, mich
dieser Idee zu verschreiben, damit der Tiernotruf funktioniert und
Tierleben dadurch gerettet werden können.
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überall und jederzeit auf unsere Tierretterdatenbank zugreifen und somit
sich und anderen immer helfen zu können.
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