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Rinser, Luise - Es ist die Anonymität unserer Tieropfer, die uns Taub
macht für ihre Schreie.
Rinser, Luise - Es wird lange dauern, bis die Menschheit begriffen hat,
dass nicht nur die Völker der Erde ein Volk sind, sondern dass Menschen,
Pflanzen und Tiere zusammen ´Reich Gottes´ sind und dass das Schicksal des
einen Bereichs auch das Schicksal des andern ist.
Rinser, Luise - Heute sehen wir nichts mehr vom qualvollen Leben und
Sterben des Schlachtviehs. Das geht automatisch vor sich. Eben noch ein
Tier, im nächsten Augenblick schon zerteiltes Fleisch: unsre Nahrung.
Unsre Art von Kannibalismus.
Robbins, John - Wir leben in einer absonderlichen Zeit, in der
Menschen, die in ihrer Nahrungsauswahl gesundheitsbewusst und mitfühlend
sind, oft als verrückt bezeichnet werden, während man andere als normal
betrachtet, deren Nahrungsgewohnheiten Krankheiten und immense Leiden
hervorrufen."
Rolland, Romain (1866-1944) franz. Dichter; Nobelpreis 1915 - Die
Grausamkeit gegen die Tiere und auch schon die Teilnahmslosigkeit
gegenüber ihren Leiden ist meiner Ansicht nach eine der schwersten Sünden
des Menschengeschlechts. Sie ist die Grundlage der menschlichen
Verderbtheit. Wenn der Mensch so viel Leiden schafft, welches Recht hat er
dann, sich zu beklagen, wenn auch er selber leidet?
Rosegger, Peter (1843-1918) Schriftsteller - Das Tier hat ein fühlendes
Herz wie du, Das Tier hat Freude und Schmerz wie du, Das Tier hat einen
Hang zum Streben wie du, Das Tier hat ein Recht zu leben wie du.
Roth, Eugen (1895-1976) dt. Schriftsteller - Die Wissenschaft, sie ist
und bleibt, was einer ab vom andern schreibt.
Roth, Eugen - Es denkt der Mensch, zufrieden froh: Ich bin kein
Schlächter, blutig roh; doch da der Mensch kein Wurstverächter, so trägt
die Mitschuld er am Schlächter.
Rousseau, Jean Jaques (1712-1778) frz.-schweizer. Philosoph, Pädagoge,
Schriftsteller u. Musikwissenschaftler - Ein Beweis, dass der Geschmack
für Fleischkost dem Menschen nicht natürlich ist, liegt auch darin, dass
die Kinder eine Abneigung gegen solche Speisen haben und den pflanzlichen
Nahrungsmitteln den Vorzug geben, wie Milchspeisen, Gebäck, Obst und
dergleichen. Es ist höchst wichtig, diesen ursprünglichen und natürlichen
Geschmack nicht zu verderben, und die Kinder nicht zu Fleischessern zu
machen. Denn wie man auch die Tatsachen erklären möge, so ist es doch
gewiss, dass die starken Fleischesser im allgemeinen grausamer und wilder
sind als andere Menschen.
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